Willkommen in Wien


  1. Ø 4.3
   2010
Willkommen in Wien Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Willkommen in Wien: Unterhaltsame Krimikomödie über ein komplett gegensätzliches österreichisch-deutsches Polizistenduo.

Der Wiener Polizist Albert Schuh, eigentlich für Einbruch und Diebstahl zuständig, sucht auf eigene Faust nach dem Mörder seines Kollegen. Da kommt es mehr als ungelegen, dass ihm der Deutsche Thorsten Richter als neuer Partner zugeteilt wird. Zunächst können der grantige, oft jenseits der Legalität agierende Schuh und sein junger, pflichtbewusster Kollege wenig miteinander anfangen, freunden sich dann aber doch noch an.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der ältere, grantige Polizist, der das Trauma des miterlebten Mordes an seinem Kollegen verarbeiten muss. Dazu der junge, pflichtbewusste Neuling, der zudem aus Deutschland nach Österreich kommt. Die Grundkonstellation von „Willkommen in Wien“ ist aus zahlreichen Buddy-Komödien und „Culture Clash“-Filmen wohlbekannt.

    Und dennoch gelingt Regisseur Nikolaus Leytner, der gemeinsam mit Katarina Bali auch das Drehbuch zu der österreichisch-deutschen Koproduktion lieferte, auf dieser Grundlage eine äußerst unterhaltsame und spannende Krimikomödie, Nicht zuletzt ist dies dem hervorragend besetzten Darstellerensemble zu verdanken, das vor allem aus bewährten österreichischen Film- und Fernsehkräften wie der als strenge Stadthauptfrau eher ungewohnt besetzten Aglaia Szyszkowitz, Ursula Strauss, Julia Stemberger und Johannes Silberschneider besteht.

    Wolfgang Böck überzeugt als Hauptfigur Albert Schuh, hinter dessen rauer Schale sich der berühmte weiche Kern verbirgt. Dem mürrischen Ermittler, der sich gerne auch einmal abseits des legalen Rahmens bewegt, steht Thorsten Richter, der überkorrekte neue Kollege aus Deutschland gegenüber, den Darsteller Florian Bartholomäi bisweilen etwas zu nah an der Grenze zur Karikatur ansiedelt.

    Darüber hinaus ist das genüssliche Auskosten von Klischeevorstellungen über deutsche und österreichische Lebensart einer der Trümpfe des Films, dessen Dialoge mit viel gelungenem Wortwitz aufwarten können. Auch die Krimihandlung rund um den Mord an Schuhs langjährigem Partner wird durchdacht und spannend erzählt. Dabei gelingt es Leytner, auch tragische Untertöne ohne Bruch in die Handlung einzuweben.

    Im Vordergrund steht allerdings der skurrile Humor, der sich in Charakteren wie dem erfolglosen Schauspieler, der seinen größten Erfolg als Hühneraugen-Fußmodell feiern konnte, ebenso äußert wie in originell konstruierter Situationskomik. So wird Richter von Schuh zu einem „wichtigen“ Einsatz als verdeckter Ermittler bei einer Sex-Hotline abkommandiert und sieht sich dabei mit vermeintlichen Kundenanrufen der Kollegen aus dem Präsidium konfrontiert.

    Nicht zuletzt bietet „Willkommen in Wien“ auch eine Auswahl ungewöhnlicher und interessanter Schauplätze in der österreichischen Hauptstadt und ihrer Umgebung. Dabei wird eine ausrangierte Geisterbahn, die Schuh restaurieren möchte, ebenso zur Filmkulisse wie ein historisches Schwimmbad, das in der Handlung im Polizeigebäude angesiedelt ist. Dort findet auch der „Showdown“ mit dem zwielichtigen russischen Kunsthändler Andropow statt, den Heinz Hoenig in gelungener Manier als nur vordergründig charmanten Bösewicht verkörpert. jl.

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