Romance


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   1998
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Filmhandlung und Hintergrund

Romance: Rigoroser Film über die sexuellen Begierden einer Frau, weniger romantisch als pornografisch.

Die junge Lehrerin Marie leidet unter der sexuellen Abstinenz ihres Freundes, sie kann sich noch so verführerisch räkeln, bei ihm rührt sich nichts. In Stolz und Weiblichkeit tief getroffen, holt sie sich Sex und damit Bestätigung bei anderen. Die Identitätssuche der Frau mündet in einer „education sentimentale“, bei der sie ihren Körper Fremden zur Verfügung stellt, ihre Seele aber verschlossen bleibt.

Die Lehrerin Marie leidet unter der sexuellen Lustlosigkeit ihres Freundes, der sie seit Monaten nicht angerührt hat. Schließlich holt sie sich Bestätigung und Befriedigung bei anderen. Ihre radikale Selbstsuche führt sie von einer Zufallsbekanntschaft über ihren sado-masochistisch veranlagten Chef hin zu völlig Fremden, denen sie ihren Körper zur Verfügung stellt, ohne Intimität zuzulassen. Das Erleben von Schmerz, Abhängigkeit, Unterwerfung und Lust bringt Marie zu einem neuen weiblichen Selbstbewusstsein, das eine radikale Umsetzung verlangt.

Die Lehrerin Marie leidet unter der sexuellen Lustlosigkeit ihres Freundes. Schließlich holt sie sich Bestätigung und Befriedigung bei anderen. Ihre radikale Selbstsuche führt sie zu einem neuen weiblichen Selbstbewusstsein. Regisseurin Cathérine Breillat räumt in ihrem fast schon pornografischen Film rigoros mit dem Vorurteil weiblicher Monogamie auf.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Französischsprachige Filme führen im Titel gerne auf falsche Fährten: War „Eine pornografische Beziehung“ mitnichten pornografisch, sondern eine melancholische Romanze, rückt „Romance“ in die Nähe zur Pornografie. Cathérine Breillat beschäftigt sich erneut mit erotischen Begierden, schon das provozierende Werbeplakat – in den prüden USA verboten – erregte die „grande nation“. Der brisante Inhalt sollte auch bei uns für Polarisierung sorgen.

    Schon mit 17 Jahren schrieb Cathérine Breillat einen freizügigen Roman, ihre Bücher und radikalen Filme (darunter „Parfait Amour“) verstörten und verzauberten je nach Moralvorstellung, das Filmfest Rotterdam widmete ihr eine eigene Werkschau. In „Romance“ geht es um den Kampf der Geschlechter, um Macht und Ohnmacht. Die junge Lehrerin Marie leidet unter der sexuellen Abstinenz ihres Freundes Paul. Nach drei Monaten kann sie sich noch so verführerisch auf dem Laken räkeln, bei ihm rührt sich nichts. In Stolz und Weiblichkeit tief getroffen, holt sie sich Sex und damit Bestätigung bei anderen. Das ist mal der virile Paul (Pornostar Rocco Siffredi in Aktion), dann ihr Chef Robert, der sie in die Geheimnisse von Fesselspielen einweiht. Die Identitätssuche der Frau mündet in einer delikaten „education sentimentale“, bei der sie ihren Körper Fremden zur Verfügung stellt, ihre Seele aber verschlossen hält und somit keine wirkliche Intimität zuläst. Sind es sonst Männer, die sich zwischen Körper und Gefühl zweiteilen dürfen, übernimmt hier die Frau den Part. Die Regisseurin räumt rigoros mit dem Vorurteil weiblicher Monogamie auf, ihre Heldin kann sehr gut mit wechselnden Geschlechtspartnern Erfüllung und durch Unterwerfung Selbstbewusstsein finden. Auch die Perspektive ist eine andere. Der weibliche Körper als Objekt der Begierde dominiert bisher das männliche Kino, hier wird die Umkehrung der Verhältnisse praktiziert. Bei der Nacktheit des Mannes wird kein Zentimenter ausgespart, wie auch beim Sex – Fellatio in Großaufnahme. Aber die Kühle der Inszenierung lässt keine erotische Stimmung aufkommen, die typisch französischen verbalen Ausuferungen sind anstrengend. Offen bleibt, ob sich Breillat über Sado-Maso-Trends mokiert. Der fingerfertige Zeremonienmeister der Lust bei den Bondage-Szenen, der mit Tausenden von Eroberungen prahlt, wirkt wie eine Karikatur. „Romance“ – von Kamera und Farbdramaturgie her interessant – mag Tabus brechen und Diskussionen auslösen, primär das männliche Publikum irritieren, mit dem gewaltvolle Ende vielleicht Hardcore-Feministinnen erfreuen. Aber welche Zielgruppe der Film letztendlich anspricht – vom Voyeur über den Intellektuellen bis zur Emanze -ist eine Frage des Marketings. Die beste Werbung wäre die (unsinnige) Forderung nach Zensur oder ein Aufschrei selbsternannter medialer Tugendwächter. Da würde die Kinokasse klingeln. mk.

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