Die Geschworene


  1. Ø 5
   2006
Die Geschworene Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Geschworene: TV-Drama mit Christiane Hörbiger als Geschworene, die einen Justizskandal aufdeckt.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein spannendes Justizdrama von Nikolaus Leytner mit einer Christiane Hörbiger, wie viele sie lieben – couragiert, querköpfig und mit einem guten Schuß Humor.

    Hanni (Christiane Hörbiger) ist Hausfrau und kümmert sich gewissenhaft um Ehemann, Enkelkind und Haushalt. Als sie als Geschworene einem Prozess um einen Prostituiertenmord beiwohnt, ist es für sie eine aufregende, einschüchternde Erfahrung. Mit nur einer Gegenstimme wird der Angeklagte, der Zuhälter Laszlo Varga (Hary Prinz aus „Margarethe Steiff“), schuldig gesprochen. Nach der Urteilsverkündung versuchen sensationslüsterne Mitbürger immer wieder, Hanni neue Details über Mord und Täter zu entlocken. Als ihr dabei ein Fehler in der Beweisführung auffällt, bekommt sie Zweifel an der Schuld des Zuhälters. Hat sie ein Fehlurteil gefällt? Sie beginnt nachzuforschen und stößt auf weitere Ungereimtheiten. Anscheinend haben der Richter und die Polizei die Geschworenen manipuliert – und diese haben es nicht gemerkt oder nicht gewagt, nachzuhaken. Hanni bemüht sich vergeblich um eine Wiederaufnahme des Prozesses, schließlich aber muss sie einen verzweifelten Plan schmieden, um der Gerechtigkeit genüge zu tun.

    Die Koproduktion von NDR und ORF basiert auf dem gleichnamigen Roman von Katharina Zara – ein Pseudonym einer Wiener Rechtsanwältin -, die sich ihrerseits von einem realen Fall aus den achtziger Jahren inspirieren ließ. Für das Drehbuch wurde Susanne Freund verpflichtet, die für Christiane Hörbiger die Komödie „Blatt und Blüte“ geschrieben hatte. „Die Geschworene“ war im Herbst 2006 die erste Zusammenarbeit der Schauspielerin mit dem Regisseur Nikolaus Leytner, mit dem sie danach die erfolgreiche Dürrenmatt-Verfilmung „Der Besuch der alten Dame“ drehte. Leytner, ausgewiesener Experte für Justizdramen, inszeniert präzise und mit einem starken Gefühl für Rhythmus, Spannung und leise Töne. Er gibt Christiane Hörbiger Vorlagen, die sie souverän zu nutzen weiß. Sie zeigt Hanni als biedere Hausfrau, die sich dank Gerechtigkeitssinn und Spürnase zur couragierten Kämpferin für das Recht entwickelt und sich auch privat behutsam emanzipiert. Zugleich ist „Die Geschworene“ eine deutliche Kritik am österreichischen Rechtssystem, dessen Untiefen für die deutschen Zuschauer unbekannt sein dürften – aber das geht einem ja bei Krimis aus anderen Ländern letztlich immer so. sw.

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